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Jochen von der Lieth · Projekt & Interim Management
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M&A-TRANSAKTIONSUMSETZUNG UND POST-MERGER-INTEGRATION (PMI)

Transaktionen sicher umsetzen. Integrationen wirksam steuern.

Die operative Umsetzung einer M&A-Transaktion und Post-Merger-Integration erfordern auf Verkäufer- und Käuferseite klare Verantwortlichkeiten, abgestimmte Ressourcen und eine verlässliche Steuerung rechtlicher, technischer, organisatorischer und personeller Abhängigkeiten.

Auf Verkäuferseite muss die Geschäftseinheit rechtlich und operativ herausgelöst und übertragen werden. Auf Käuferseite ist sie in die Organisation zu integrieren und auf das künftige Target Operating Model auszurichten. Während der Übertragung und Integration muss der Geschäftsbetrieb auf beiden Seiten stabil bleiben.

Seit 2011 steuere ich als Executive Interim Manager solche Vorhaben unter hohem Zeit- und Ergebnisdruck auch bei unklaren Ausgangslagen, gegenläufigen Interessen und veränderten Rahmenbedingungen.

Transaktionsumsetzung bis Closing und Day 1

Mit der Transaktionsentscheidung beginnt die operative Umsetzung. Ziel ist, die zu veräußernde Geschäftseinheit so aus den Strukturen des Verkäufers herauszulösen, dass sie ohne vermeidbare Wertverluste übertragen und vom Käufer nahtlos fortgeführt werden kann.

Bis zum Closing beziehungsweise Day 1 müssen Umfang und Abgrenzung der Geschäftseinheit feststehen. Verträge, Mitarbeitende, Systeme, Daten, Anlagen und weitere betriebliche Ressourcen sind zuzuordnen, Übertragungen zu koordinieren und die Betriebsfähigkeit abzusichern.

Nicht alle Abhängigkeiten vom Verkäufer lassen sich bis zum Closing auflösen. Beispielsweise müssen IT-Systeme, Datenzugriffe, Lagerflächen oder Produktionsanlagen für eine Übergangszeit vertraglich geregelt, dem Käufer zur Verfügung gestellt und verlässlich weiterbetrieben werden.

Typische Situationen bei Carve-outs

  • Funktionen, Vermögenswerte, Verträge, Mitarbeitende und Daten sind nicht eindeutig zugeordnet.
  • Rechtliche, steuerliche oder operative Folgen der Herauslösung wurden nicht ausreichend berücksichtigt.
  • Betriebsübergänge, Mitbestimmung oder arbeitsrechtliche Maßnahmen gefährden den Terminplan.
  • Kosten der Verselbstständigung und des Übergangsbetriebs übersteigen die ursprünglichen Annahmen.
  • Risiken für Betriebsstabilität, Kundenbeziehungen und Lieferfähigkeit werden unterschätzt.
  • Für nachträglich erkannte Aufgaben und Mehrkosten fehlt das Regelwerk.

Post-Merger-Integration und Realisierung der Werthebel

Mit dem Closing geht die Verantwortung für Fortführung und Integration auf den Käufer über. Strukturen, Prozesse, Systeme, Daten und Verantwortlichkeiten sind in dessen Organisation zu integrieren oder auf das künftige Target Operating Model auszurichten. Dabei treffen unterschiedliche Organisationslogiken, technische Lösungen, Arbeitsweisen und Interessen aufeinander.

Aufgaben und Ressourcen sind neu zuzuordnen, Schnittstellen verbindlich zu regeln und Übergangslösungen schrittweise abzulösen. Gleichzeitig muss der Geschäftsbetrieb stabil bleiben, während die Voraussetzungen für die vereinbarten Synergien und Werthebel geschaffen werden.

Typische Situationen bei PMI

  • Das Target Operating Model berücksichtigt wesentliche rechtliche, steuerliche oder operative Rahmenbedingungen nicht.
  • Rollen, Verantwortlichkeiten und Entscheidungsbefugnisse sind noch nicht eindeutig festgelegt.
  • Unterschiedliche Unternehmenskulturen, Arbeitsweisen und Kommunikationsmuster erschweren die Zusammenarbeit.
  • Zusätzliche, bislang nicht berücksichtigte Kosten zeichnen sich ab.
  • Für redundante Systeme, Prozesse und Methoden fehlt eine abgestimmte Übergangs- und Ablöseplanung.
  • Compliance- oder Zertifizierungsanforderungen können nicht durchgängig erfüllt werden und gefährden Kundenbeziehungen.
  • Führungskräfte und Fachbereiche sind durch Tagesgeschäft und Integration überlastet.
  • Die Geschäftsentwicklung weicht von den Transaktionsannahmen ab.

Mein Beitrag

Für die Planung nutze ich eine strukturierte Erfahrungsdatenbank mit mehr als 1.000 Maßnahmen aus zahlreichen M&A-Transaktionsumsetzungen und Post-Merger-Integrationen. Die nach Funktionen, Themen und Umsetzungsphasen gegliederten Inhalte bilden eine belastbare Ausgangsbasis und werden auf die konkrete Transaktion und Organisation des Auftraggebers zugeschnitten.

Die fachlichen Lösungen und daraus resultierenden Arbeitsschritte der verschiedenen Maßnahmen erarbeiten die zuständigen internen und externen Spezialisten. Ich führe ihre Beiträge in einem Gesamtprogramm zusammen, kläre Abhängigkeiten sowie Ziel- und Terminkonflikte und bereite Handlungs- und Entscheidungsoptionen für das Management vor. Bei Abstimmungs- oder Verhandlungsbedarf bringe ich die Beteiligten zusammen und führe offene Punkte einer tragfähigen Entscheidung zu.

Getroffene Entscheidungen überführe ich in eine verbindliche Umsetzungssteuerung mit klaren Verantwortlichkeiten, Prioritäten und Meilensteinen. Adressatengerechte Kommunikation und ein verlässlicher Informationsfluss richten alle Beteiligten auf das gemeinsame Ziel aus.

Was daraus entsteht

  • Klare Rollen, Verantwortlichkeiten, Entscheidungswege und Governance
  • Eine priorisierte Maßnahmenplanung und ein umsetzbares Target Operating Model
  • Transparente Abhängigkeiten sowie geregelte Übergangsleistungen und Ablösepläne
  • Verbindliche Maßnahmen zur Realisierung von Synergien und Werthebeln
  • Belastbares Reporting und geordnete Klärungs- und Eskalationswege
  • Eine geregelte Übergabe in den operativen Betrieb

Abgrenzung meines Mandats

Mein Schwerpunkt liegt auf der operativen Umsetzung von M&A-Transaktionen und Post-Merger-Integrationen.

Unternehmensbewertungen, Financial Modelling, Business Cases, Verkaufsunterlagen und Due-Diligence-Gutachten gehören nicht zu meinem Leistungsangebot. Ich bewerte jedoch, wie sich die zugrunde liegenden Annahmen auf die operative Umsetzung auswirken, und mache relevante Abweichungen transparent.

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